Sol Gabetta

Whygold´s Weekend ...

unter diesem Motto präsentiere ich euch zum Wochenende meinen Musik-Tipp. Vielleicht entdeckt der eine oder andere ja was neues. Bewusst Musik hören ist meiner Meinung nach so wichtig, wie ein gutes Buch zu lesen.

Heute: Sol Gabetta - Elgar: Cello Concerto / Dvorak / Respighi

https://music.youtube.com/playlist?list=OLAK5uy_lrsD67bRvEiLTPZQeM5xteXZP01ig9nBQ

Sol Gabetta (* 18. April 1981 in Villa María, Argentinien)

ist eine argentinische Cellistin. Sol Gabetta wurde als Tochter des Argentiniers Andrés Gabetta und der französischen Pianistin Irène Timacheff geboren. Ihre Mutter hatte russische Eltern, die nach Frankreich ausgewandert waren. Sol Gabetta hat drei Geschwister; ihr älterer Bruder Andrés (* 1976) ist Violinist und künstlerischer Leiter der Swiss Baroque Soloists. Bereits als Kind verblüffte sie durch ihr musikalisches Talent. So sang sie bei der Aufnahmeprüfung für einen musikalischen Kindergarten zur Überraschung der Jury die Melodie eines a-Moll-Violinkonzerts von Antonio Vivaldi. Als Zehnjährige gewann sie ihren ersten Wettbewerb in Argentinien.

Seitdem erhielt sie diverse Auszeichnungen, unter anderem beim Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau, den Natalia-Gutman-Preis und den ECHO Klassik 2013. International bekannt wurde sie durch einen 3. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD 1998 in München. Von 1992 bis 1994 erhielt sie ein Stipendium am privaten Konservatorium Escuela Superior de Música Reina Sofía von Paloma O'Shea in Madrid. Anschließend nahm sie ein Studium auf, zunächst bei Ivan Monighetti an der Musik-Akademie der Stadt Basel. Ihre Hochschulausbildung schloss sie bei David Geringas an der Musikhochschule Hanns Eisler in Berlin mit dem Konzertexamen ab.

Bereits während des Studiums konzertierte sie mit zahlreichen Orchestern und nahm bei Sony eine Debüt-CD auf. 2004 gewann sie an Bekanntheit, als sie bei den Luzerner Festspielen als Gewinnerin des „Crédit Suisse Young Artist Award“ ihr Debüt mit den Wiener Philharmonikern unter Valery Gergiev gab. Seit Oktober 2005 unterrichtet sie als Assistentin von Ivan Monighetti an der Musik-Akademie in Basel. Sie ist außerdem Initiatorin des Kammermusikfestivals SOLsberg im schweizerischen Olsberg. Auf ihre Initiative hin wurde das Barockorchester „Cappella Gabetta“ gegründet, das von ihrem Bruder, dem Geiger Andrés Gabetta, geleitet wird. Dieses Ensemble widmet sich in erster Linie Programmen aus Barock und Frühklassik. 2007 war sie als Solistin beim Konzert zum Nationalfeiertag in Wien zu sehen und hören.

Seit April 2010 moderiert sie im Wechsel mit Martin Grubinger das sonntägliche Musikmagazin KlickKlack im Bayerischen Fernsehen. Pēteris Vasks widmete ihr 2012 das Cellokonzert „presence“. Die Uraufführung fand im Oktober 2012 in Amsterdam statt. Gabetta war bis 2014 mit dem Kulturmanager Christoph Müller liiert. Ihr Repertoire umfasst alle wichtigen Werke der Cello-Literatur, von den Beethoven-Sonaten bis zum Elgar-Konzert, von Vivaldi- und Haydn-Konzerten bis zur zeitgenössischen Moderne. Sol Gabetta spielte u. a. ein Guadagnini-Cello von 1759, das ihr vom Rahn Kulturfonds als Leihgabe zur Verfügung gestellt wurde.

Derzeit spielt sie auf einem vom Atelier Cels Paris zur Verfügung gestellten Violoncello von Matteo Goffriller von 1730, Venedig. (Quelle: Wikipedia) Als ich vor einigen Jahren nach einem Konzert spät nachts mit dem Auto nach Hause gefahren bin, habe ich das Elgar Cello Concerto das erste Mal im Radio gehört.

Diese Aufnahme hat mir sehr gut gefallen, und so habe ich es vielleicht auch Sol Gabetta und ihrem Cello-Spiel zu verdanken, dass ich auf der Fahrt nicht müde wurde, und so entspannt nach Hause kam. :-)

Viel Spaß beim Musik hören !

Euer Chris Weigold

P.S.: Vielleicht genießt ihr den Hörgenuss zusammen mit einem Gläschen Wein aus unserer „Orchester der Kulturen Edition“.